Über mich

Weltweit gibt es gegen 2 Billionen Websites. Meine Website ist vielleicht die 1’769’450’211’897. – vielleicht die 1’864’457’971’034. Das relativiert diesen Online-Auftritt etwas, auch wenn einen WordPress mit seinem optimistischen «Hallo Welt!» etwas anderes glauben machen will. Sie sehen, es geht hier weniger um die Befriedigung meines Mitteilungsbedürfnisses und weniger darum, mich publizistisch auszutoben (obwohl beides durchaus seinen Reiz hat). Der Beweggrund für diesen Auftritt ist ein anderer.

Mirija WeberIch würde die Installation und Wartung dieser Website als technischen Selbsterfahrungstrip beschreiben. Zwischen mir und der Onlineosphäre gibt es zwar eine berufliche Liaison, ein Techie bin ich allerdings nicht. Eher schöngeistig und kommunikativ geprägt, waren CSS und PHP stets eine Terra incognita für mich. Das wollte ich ändern. So griff ich zur WordPress-Toolbox, um in Eigenregie eine Website aufzusetzen. Das Ziel: ein technischer Lerneffekt. Der Prozess: einlesen, nachlesen, ausprobieren, wieder nachlesen, wieder ausprobieren. Heraklisch entschied ich mich also für den schwierigeren Weg, «the easy way» eines von WordPress gehosteten Blogs kam für mich nicht infrage.

Und schon war ich mittendrin im MySQL- und index.php-Strudel. Dass ich dabei den Überblick und auch den Mut nicht verlor, dafür danke ich elmastudio.de und wpsnippets.de herzlich. Nach einigen nächtlichen Sessions und zwei Totalabstürzen war die Website schliesslich nach meinem Gusto aufgebaut. Aber halt! Etwas fehlte noch. Der Content. Ich kratzte also meine jüngsten Artikel und Interviews zusammen und füllte sie ab. Noch ein bisschen kategorisieren und taggen, die Wort-Wolke sah auch schon ganz ansprechend aus, fertig.

War’s das nun? Trotz der Updaterei und Maintenance, die mich immer wieder wie gewünscht umtrieben (Überschreibt die neue Version des SEO-Packs meine Author-follow-nofollow-Architektur?), war die Situation unbefriedigend. Wenn ich nun schon so ein hübsches Kommunikationsinstrument habe, so sollte ich es vielleicht auch nutzen, dachte ich mir. Ich habe ja auch nicht einen Kühlschrank und lege darin kein Bier kalt. Also musste eine Content-Idee her.

«Sprache, Text, Kommunikation» – das war mein Ansatz. Warum? Erstens: Sprache geht Denken voraus – literarisch unbestritten, psycholinguistisch immer evidenter, kommunikativ essenziell und philosophisch denkbar. Hinter die Sprache kommt man schlecht. Hat nicht Renato Kaiser den schönen Satz gesagt: «Ich wohne in meinen Sätzen»? Na also.

Zweitens: Wo Sprache, da Text. Und vor allem sind Texte der Missing Link (ja, ohne Bindestrich!) zwischen meinem Studium der Germanistik und meinem Beruf als Kommunikationsspezialistin. Professionnellement déformée schreibe ich denn auch gerne über Kommunikation.

Ausserdem interessieren mich gesellschaftspolitische Themen. Ich lasse mich gerne über Phänomene aus, die sich im Dreieck Sprache – Kommunikation – Gesellschaft bewegen.

Summa summarum finden Sie auf meiner Website also nicht nur Beiträge zu banal-grammatischen Fragen (Wann schreibe ich gross, wann klein?), sondern auch zu Snapchat und zu Unisex-Toiletten. Vielleicht schreibe ich auch mal was zu Gottfried Kellers zypressendunkler Symbolik. Oder was ganz anderes: Fastnacht – wer ist hier eigentlich verkleidet? Aber das überlege ich mir noch.