Wie schreibe ich «gut»? Ein Leitfaden

Es gibt Texte und Texte. Es gibt Texte, die lese und verstehe ich. Und es gibt Texte, die machen Spass. So richtig. Nicht etwa, weil sie witzig oder inhaltlich aussergewöhnlich wären. Nein. Sie machen ganz einfach Spass, weil sie gut geschrieben sind. Wann aber ist ein Text «gut» geschrieben? Worauf kommt es an beim «guten» Schreiben?

Über allem steht die Verständlichkeit. Sie ist unser Generalziel beim Schreiben und Lesen. Denn: Was nützt ein Text, wenn er nicht oder nur schwer verstanden wird? (Literarische Texte seien von diesem Anspruch ausgenommen.) Nun, verständlich zu schreiben, bedeutet leserfreundlich, logisch, präzis und attraktiv zu schreiben – und zwar auf Wort-, Satz- und Textebene. Oder in den Worten des Hamburger Verständlichkeitsmodells: Schreibe einfach, geordnet, prägnant und anregend.

Das Hamburger Verständlichkeitsmodell ist rein psychologisch determiniert – einer seiner Begründer ist Schulz von Thun (ja, der mit den vier Ohren). Gerade in sozialwissenschaftlichen Kontexten und also in der Kommunikation ist es deshalb eine gute Orientierungsmarke. Für Literaturwissenschaftler – und auch für Linguisten – geht die Qualität eines Textes jedoch über dessen Verständlichkeit hinaus.

Was das Hamburger Modell konkret propagiert beziehungsweise was genau mit «leserfreundlich», «logisch», «präzis» und «attraktiv» gemeint ist, verdeutlicht die nachfolgende Zusammenstellung. Wer es ausführlicher mag, dem empfehle ich Ivo Hajnals und Franco Items «Schreiben und Redigieren – auf den Punkt gebracht» (Huber-Verlag).

 

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